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Rotwein ist gesund – stimmt’s?

16. Oktober 2018
Was mit „Zum Wohl!“ zelebriert wird, kann so falsch nicht sein … Speziell dem Rotwein wird eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit zugeschrieben. Wein-Liebhaber wie Franzosen oder Italiener haben ein nachweislich geringeres Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Doch hängt das tatsächlich mit dem Rotweingenuss unserer Nachbarn zusammen?   Antioxidantien-Power   Schon in der Antike galt Rotwein als Heilmittel. Dem Getränk wurde eine desinfizierende, beruhigende und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben – was nicht nur dem Alkoholgehalt zuzuschreiben ist. Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass die im Rotwein enthaltenen Stoffe freie Radikale neutralisieren. Dadurch wird der Körper vor Gefäßkrankheiten geschützt und der sogenannten Arteriosklerose kann vorgebeugt werden. Vor allem die im Rotwein enthaltenen Polyphenole wie Anthocyan oder Resveratol gelten als wichtige Antioxidantien, die entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Auch Herz und Kreislauf kommen durch ein Gläschen Wein in Schwung – was jedoch in erster Linie dem Alkohol zuzuschreiben ist. Hier wirkt Weißwein also genau so gut wie Rotwein. Was jedoch bei aller Euphorie nicht aus dem Blick geraten sollte, ist, dass Alkohol ein Zellgift ist. Während anfängliche Reaktionen wie die Weitung der Blutgefäße noch als positiv durchgehen können, sind die Belastung der Leber, Stimmungsschwankungen und ein eingeschränktes Reaktionsvermögen schon weniger schön.   Genuss in Maßen   Gegen ein Glas Wein zum Feierabend ist nichts einzuwenden – so lange man nicht nach dem Motto „Viel hilft viel“ agiert. Denn andere Lebensmittel können mit ihren Inhaltsstoffen sicher auch viel Gutes für unsere Gesundheit tun, ohne dabei wie Rotwein zu 10 bis 14 Prozent aus Alkohol zu bestehen. Generell gilt: Eine erwachsene Frau sollte sich pro Tag auf 20 Gramm Alkohol beschränken, ein Mann auf 30 Gramm. Das entspricht etwa einer Menge von 0,15 bzw. 0,25 Liter. Eine überschaubare Menge, die sich abends auf dem Sofa genüsslich in die Länge ziehen lässt.

Heiße Zitrone hilft bei Erkältung – stimmt’s?

26. September 2018
Der Sommer war heiß und der Herbst steht in den Startlöchern. Temperaturschwankungen, Nieselregen und Wind können unsere Abwehrkräfte in den kommenden Wochen auf eine ganz schön harte Probe stellen, wenn der Körper dem Sommer noch nachhängt. Beim ersten Kratzen im Hals, Husten und Heiserkeit wird dann oft zu einem scheinbar altbewährten Mittel gegriffen. Doch was ist tatsächlich dran an den Heilkräften des Zitronendrinks?   Vitamin C-Granate?   Fangen wir bei der Zitrone an. Sie gilt mit 52 Milligramm pro 100 Gramm als wahre Vitamin C-Bombe. Der sogenannten Ascorbinsäure kommt in unserem Immunsystem eine wichtige Rolle zu, außerdem ist Vitamin C wichtig für viele Stoffwechselvorgänge sowie für die Bildung von Botenstoffen und Hormonen. Da der Mensch selbst kein Vitamin C bilden kann, muss unsere Versorgung gänzlich über die Nahrung sichergestellt werden. Empfohlen werden rund 100 Milligramm pro Tag. Schneller als mit Zitronensaft deckt man diesen Bedarf unter anderem mit Rosenkohl (110 Milligramm), Brokkoli (115 Milligramm), roter Paprika (140 Milligramm) oder Petersilie (160 Milligramm). Alle Werte je 100 Gramm. Die Zitrone hat in Sachen Vitamin C also nicht die Nase vorn.   Kein echtes Heilmittel   Darüber hinaus kann Vitamin C keine Erkältung heilen. Selbst als Vorsorge gegen Krankheitserreger scheint die Ascorbinsäure nicht zu nutzen, zu diesem Ergebnis kommen zumindest verschiedene Studien. Allerdings kann Vitamin C dabei helfen, die Dauer einer Erkältung zu verkürzen. Allerdings nur, wenn die Einnahme regelmäßig erfolgt. Ob das Vitamin C seine Wirkung tatsächlich entfalten bzw. ob die empfohlene Menge von 100 Milligramm im Körper ankommen kann, ist bei der Heißen Zitrone jedoch nicht garantiert. Denn häufig wird der Saft mit kochendem Wasser aufgegossen. Dabei wird die Ascorbinsäure zerstört. Wer etwas von dem Vitamin haben will, sollte höchstens 60 Grad heißes Wasser für den Gesundheitsdrink nutzen. Als letzter wichtiger Bestandteil der Heißen Zitrone gilt der Honig. Zwar ist das natürlich Süßungsmittel dank seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften sicher eine bessere Beigabe als Industriezucker. Dennoch ist auch durch eine kleine Menge Honig im Kampf gegen eine bereits aufkeimende Erkältung kein Wunder zu erwarten. Ein besserer Tipp: Angemessen warme Kleidung, eine ausgewogene Ernährung und viele Vitamine jeden Tag. Dann hat die Erkältung ein schweres Spiel.

Trend-Food Kokosnuss

10. September 2018
Die Kokosnuss ist zur Zeit in aller Munde, im wahrsten Sinne des Wortes. Ob als veganer Ersatz für Sahne, im Müsli oder zum Aufhellen der Zähne – das Superfood scheint alles zu meistern. Doch der Reihe nach: Die Kokosnuss ist eigentlich keine Nuss, sondern die Steinfrucht der Kokospalme. Hauptanbaugebiete sind Indien, Indonesien und die Philippinen. Nicht nur die Frucht, sondern auch die Palme, an der sie heranwächst, ist etwas Besonderes.   Die Kokospalme   Trotz ihrer Höhe von bis zu 25 Metern ist der Stamm des Baumes mit einem Durchmesser von ca. 20 bis 30 Zentimetern sehr schmal und somit flexibel genug, um gefährlichen Tropenstürmen standzuhalten. Kokospalmen werden oft über 100 Jahre alt. Ihre produktive Phase erreichen die Bäume mit etwa zwölf Jahren, ab diesem Alter produzieren sie ca. 30 bis 40 Kokosnüsse pro Jahr. Die Palme benötigt dafür besonders viel Süßwasser und Nährstoffe, welche beim Anbau häufig mit Düngern zugesetzt werden, um ein Defizit auszugleichen. Geerntet wird ganzjährig, da sich die Früchte am Baum in unterschiedlichen Reifestadien befinden. Die Ernte geeigneter Kokosnüsse erfolgt entweder vom Boden aus mit langen Messern an Bambusstäben, durch Baum-Kletterer oder auch durch speziell dressierte Affen. 

So gut wie alle Bestandteil der Kokosnuss werden verarbeitet. Zunächst gewinnt man das Kokoswasser aus dem Inneren über eines der drei Keimlöcher. Anschließend öffnet man die braune Schale und entnimmt das Fruchtfleisch. Die Schalen können zu Gebrauchsgegenständen wie Gefäßen oder Essbesteck weiterverarbeitet werden. Das nährstoffreiche Fruchtfleisch der Kokosnuss ist zum rohen Verzehr geeignet. Meistens wird es jedoch getrocknet und zum sogenannten Kopra umgewandelt. Aus diesem Zwischenprodukt lasen sich später Kokosmilch, Öl, Mehl, Flocken oder Kokosraspeln gewinnen.   Verkaufsschlager Kokos   Alle Produkte sind bei uns längst nicht mehr nur im Reformhaus erhältlich. So wird das Kokosnussmehl als glutenfreier und besonders ballaststoffreicher Ersatz zu Getreidemehl geschätzt. Kokosmilch setzt sich aufgrund ihres hohen Fettgehalts als veganen Ersatz für Sahne, Creme fraîche und Co. durch. Als besonders gesundes und dazu noch kalorienarmes Erfrischungsgetränk ist Kokoswasser aktuell ein Verkaufsschlager. Kokosfett bzw. Kokosöl kommt zum Backen und Braten zum Einsatz – und verspricht neuerdings auch unkomplizierte Hilfe bei Zahnverfärbungen. Trotzdem sollte man beim Verzehr im Auge behalten, dass viele Kokos-Produkte einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren enthalten und damit keinesfalls ein „Schlankmacher“ sind. Zudem ist der lange Transportweg der Kokosnuss wenig nachhaltig. Es lohnt sich also nicht zwangsläufig, eine Saftschorle durch Kokoswasser, Rapsöl durch Kokosöl oder heimischen Honig durch Kokoszucker zu ersetzen.

Ran an den Pfifferling!

31. August 2018
Herbstzeit ist Pilzzeit. Doch einer eröffnet die Saison schon ein paar Wochen früher – der Pfifferling nämlich. Ihn können Pilzsammler mit etwas Glück schon ab Juni ernten. Hauptsaison ist von Juli bis Oktober. Kam der Pilz früher noch in Hülle und Fülle vor (der Ausdruck „keinen Pfifferling wert“ könnte auf diesen Überfluss hindeuten …) sorgen trockene Sommer und Luftverschmutzung heute dafür, dass der Speisepilz in unseren heimischen Laub- und Nadelwäldern immer seltener anzutreffen ist.   Ein echter Naturbursche   Der Großteil der Ernte, die heute auf unseren Tellern landet, stammt aus Osteuropa. Kommerziell angebaut werden kann der „Eierschwamm“ übrigens bis heute nicht. Wer den Speisepilz sammeln möchte, muss es in seiner natürlichen Umgebung tun. Denn der echte Pfifferling geht eine Symbiose mit Fichte, Tanne, Rotbuche, Kiefer bzw. Eiche ein und kann nur mit ihrer Hilfe gedeihen. Wo deren Wurzeln nah an der Erdoberfläche verlaufen, ist die Wahrscheinlichkeit besonders groß, reiche Bestände zu entdecken. Sofern das Wetter feucht genug ist. Nach heißen Gewittertagen schießen die Pilze mancherorts förmlich aus dem Boden. Seinen Namen verdankt der Pfifferling seinem würzig-pfeffrigen Geschmack. Er ist kalorienarm und steckt zugleich voller Vitamin D und B2. Das macht den Pilz nicht nur für Vegetarier attraktiv, denn die Vitamine sind wichtig für den Knochen- und Muskelaufbau. Wie alle Pilze, reichert sich zwar auch der Pfifferling leicht mit Schwermetallen wie Kalium oder Blei sowie radioaktiven Stoffen an – doch es bestehlt kein Grund zur Panik. Da die Saison der Wildpilze ohnehin begrenzt ist, darf die empfohlene Menge von einer Portion Waldpilze pro Woche ohne Weiteres auch mal überschritten werden. Nur Kleinkinder und Schwangere streichen Pfifferlinge vorsichtshalber vom Speiseplan.   Zum Verwechseln ähnlich   Wer den Pfifferling eigenhändig sammelt, sollte sich seiner Sache sicher sein. Denn während der Falsche Pfifferling ungefährlich und lediglich geschmacklos ist, ist der Spitzgebuckelte Rauhkopf einer der giftigsten Pilze in Mitteleuropa. Wer lieber zur Markt-Ware greift, für den ist die Farbe ein Frische-Indikator. Die Pilze sollten leuchtend Gelb sein und ohne dunkel gefärbte Hutränder daher kommen. Dann steht dem Pilzgenuss nichts im Weg.

Immer schön kühl bleiben!

13. August 2018
Der Sommer 2018 ist überdurchschnittlich heiß. Das spüren wir im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib. Denn die Schweißproduktion unseres Körpers läuft auf Hochtouren. Was im Job oder beim Einschlafen leicht lästig werden kann, ist für unseren Körper unerlässlich. Denn der Schweiß verhindert, dass unsere Körpertemperatur ansteigt und der Kreislauf bei über 42 Grad zusammenbricht. Doch wie funktioniert eigentlich unser hauseigenes Kühlsystem?   Die Thermo-Regulation beginnt im Kopf   Der Mensch besitzt etwa zwei bis vier Millionen sogenannte Ekkrine Schweißdrüsen. Sie liegen zwischen Haut und Unterhaut und sind über den gesamten Körper verteilt. Besonders hoch ist ihre Konzentration an Fußsohlen, Handinnenflächen und Stirn. Die Drüsen sondern Schweiß ab – ein geruchloses Sekret, das zu 99 Prozent aus Wasser besteht. Bei steigender Umgebungstemperatur und körperlicher Aktivität wird die Schweißabsonderung über das vegetative Nervensystem im Gehirn angeregt. Damit der Schweiß an die Hautoberfläche gelangt, sondern die Schweißdrüsen zunächst Salz ab. Dieses Salz zieht dann die Flüssigkeit nach – und unsere Haut schmeckt salzig. Vor allem beim Sport ist die Abkühlung durch Schweiß unerlässlich – unabhängig von der Umgebungstemperatur. Denn bei der Muskelarbeit wird nur etwa ein Viertel der Energie in Kraft umgewandelt, der Rest wird zu Wärmeenergie, die der Körper dringend loswerden muss.   So wichtig ist der Wasserdampf   Bis zu 14 Liter Schweiß kann ein Erwachsener pro Tag produzieren. Er tritt in Form kleiner Wassertröpfchen aus und verdunstet. Durch physikalische Prozesse wird dabei Wärmeenergie abgegeben und es tritt ein kühlender Effekt ein. Schweiß, der am Körper hinunter perlt, trägt genau genommen nicht zur Abkühlung bei, denn es geht um die sogenannte Verdampfungsenergie bzw. Verdunstungskälte. Die Wärmeabgabe durchs Verdunsten gelingt jedoch nur, wenn der Wasserdampfdruck der Luft geringer ist als an der Hautoberfläche. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann die Luft nur noch schwer zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen und es gelingt uns daher schwerer, einen „kühlen Kopf“ zu behalten. Übrigens: auch durch die Weitung der Blutgefäße in den äußeren Körperschichten kann der Körper überschüssige Wärme abgeben. Ein „roter Kopf“ zum Beispiel beim Sport ist dafür symptomatisch. Für den zentralen Kreislauf im Körperinneren bedeutet das jedoch eine relative Blutarmut – Müdigkeit und Schwindel können langfristig die Folge sein. Also lieber reichlich trinken und die Abkühlung durch Transpiration gerade bei Hitze in Gang halten!

So klappt der Sonnenschutz

25. Juli 2018
Die Sonne ist gesund für Körper, Geist und Seele. Doch zu viel Sonnenstrahlung bringt negative Effekte mit sich – und damit sind nicht nur Trägheit oder heiße Autositze gemeint. Vor allem für die Haut können die sonnenintensiven Monate eine echte Gefahr darstellen. Mit jedem Sonnenbrand verändert sich die DNA unserer Hautzellen. Im Regelfall repariert der Körper diese Schäden oder lässt die betroffenen Partien der Epidermis absterben. Mit dem Pigment Melanin versucht sich der eigene Organismus außerdem, vor der sommerlichen Strahlung zu schützen. Doch sind die Schäden zu groß oder verbrennt eine Hautpartie immer wieder, kann es tatsächlich zur Entstehung von Hautkrebs kommen.   Sonnencreme ist ein Muss   Nicht überall ist die Verwendung von chemischer Hautcreme unumstritten. Doch Fakt ist: Wer die Sommersonne bedenkenlos genießen möchte, muss auf Sonnenschutzmittel zurückgreifen. Dabei gilt: mehr ist mehr. Drei Esslöffel voll dürfen es für einen erwachsenen Körper schon sein, rät das Bundesamt für Verbraucherschutz. Also Schluss mit linsengroßen Mengen! Auch wer schwimmen geht, sollte vorher gründlich eincremen. Denn zum einem erreicht die kurzwellige UVB-Strahlung unsere Haut auch unter Wasser. Zum anderen sorgt die sogenannte Streustrahlung dafür, dass die Haut über Wasser gleich doppelt belastet wird.   Lieber nicht „anbräunen“   Doch nicht jeder, der in die Sonne geht, ist gleich anfällig für Sonnenbrand. Die Ursache dafür liegt in den verschiedenen Hauttypen, die unterschiedlich stark auf die Sonne reagieren. Personen mit hellen Haare und heller Haut sind anfälliger als Menschen mit dunkleren Haaren und dunklerer Haut. Doch ohne zuverlässigen Schutz bekommt nach einer gewissen Zeit jeder einen Sonnenbrand, egal wie dunkel seine Haut ist. Unbedingt sollte auch das „anbräunen“ im Solarium vermieden werden. Denn hier ist die Strahlung besonders schädlich. Studien haben gezeigt: Schon ein einziger Besuch im Solarium kann das Risiko, an einem Melanom zu erkranken, um 20 Prozent erhöhen. Also: Im Sommer fleißig cremen, nicht am Sonnenschutz sparen und der Haut so oft wie möglich eine Ruhepause vor der Sonne gönnen. Denn auch im Schatten macht so ein Sommertag richtig Spaß.

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