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Trend-Food Kokosnuss

10. September 2018
Die Kokosnuss ist zur Zeit in aller Munde, im wahrsten Sinne des Wortes. Ob als veganer Ersatz für Sahne, im Müsli oder zum Aufhellen der Zähne – das Superfood scheint alles zu meistern. Doch der Reihe nach: Die Kokosnuss ist eigentlich keine Nuss, sondern die Steinfrucht der Kokospalme. Hauptanbaugebiete sind Indien, Indonesien und die Philippinen. Nicht nur die Frucht, sondern auch die Palme, an der sie heranwächst, ist etwas Besonderes.   Die Kokospalme   Trotz ihrer Höhe von bis zu 25 Metern ist der Stamm des Baumes mit einem Durchmesser von ca. 20 bis 30 Zentimetern sehr schmal und somit flexibel genug, um gefährlichen Tropenstürmen standzuhalten. Kokospalmen werden oft über 100 Jahre alt. Ihre produktive Phase erreichen die Bäume mit etwa zwölf Jahren, ab diesem Alter produzieren sie ca. 30 bis 40 Kokosnüsse pro Jahr. Die Palme benötigt dafür besonders viel Süßwasser und Nährstoffe, welche beim Anbau häufig mit Düngern zugesetzt werden, um ein Defizit auszugleichen. Geerntet wird ganzjährig, da sich die Früchte am Baum in unterschiedlichen Reifestadien befinden. Die Ernte geeigneter Kokosnüsse erfolgt entweder vom Boden aus mit langen Messern an Bambusstäben, durch Baum-Kletterer oder auch durch speziell dressierte Affen. 

So gut wie alle Bestandteil der Kokosnuss werden verarbeitet. Zunächst gewinnt man das Kokoswasser aus dem Inneren über eines der drei Keimlöcher. Anschließend öffnet man die braune Schale und entnimmt das Fruchtfleisch. Die Schalen können zu Gebrauchsgegenständen wie Gefäßen oder Essbesteck weiterverarbeitet werden. Das nährstoffreiche Fruchtfleisch der Kokosnuss ist zum rohen Verzehr geeignet. Meistens wird es jedoch getrocknet und zum sogenannten Kopra umgewandelt. Aus diesem Zwischenprodukt lasen sich später Kokosmilch, Öl, Mehl, Flocken oder Kokosraspeln gewinnen.   Verkaufsschlager Kokos   Alle Produkte sind bei uns längst nicht mehr nur im Reformhaus erhältlich. So wird das Kokosnussmehl als glutenfreier und besonders ballaststoffreicher Ersatz zu Getreidemehl geschätzt. Kokosmilch setzt sich aufgrund ihres hohen Fettgehalts als veganen Ersatz für Sahne, Creme fraîche und Co. durch. Als besonders gesundes und dazu noch kalorienarmes Erfrischungsgetränk ist Kokoswasser aktuell ein Verkaufsschlager. Kokosfett bzw. Kokosöl kommt zum Backen und Braten zum Einsatz – und verspricht neuerdings auch unkomplizierte Hilfe bei Zahnverfärbungen. Trotzdem sollte man beim Verzehr im Auge behalten, dass viele Kokos-Produkte einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren enthalten und damit keinesfalls ein „Schlankmacher“ sind. Zudem ist der lange Transportweg der Kokosnuss wenig nachhaltig. Es lohnt sich also nicht zwangsläufig, eine Saftschorle durch Kokoswasser, Rapsöl durch Kokosöl oder heimischen Honig durch Kokoszucker zu ersetzen.

Ran an den Pfifferling!

31. August 2018
Herbstzeit ist Pilzzeit. Doch einer eröffnet die Saison schon ein paar Wochen früher – der Pfifferling nämlich. Ihn können Pilzsammler mit etwas Glück schon ab Juni ernten. Hauptsaison ist von Juli bis Oktober. Kam der Pilz früher noch in Hülle und Fülle vor (der Ausdruck „keinen Pfifferling wert“ könnte auf diesen Überfluss hindeuten …) sorgen trockene Sommer und Luftverschmutzung heute dafür, dass der Speisepilz in unseren heimischen Laub- und Nadelwäldern immer seltener anzutreffen ist.   Ein echter Naturbursche   Der Großteil der Ernte, die heute auf unseren Tellern landet, stammt aus Osteuropa. Kommerziell angebaut werden kann der „Eierschwamm“ übrigens bis heute nicht. Wer den Speisepilz sammeln möchte, muss es in seiner natürlichen Umgebung tun. Denn der echte Pfifferling geht eine Symbiose mit Fichte, Tanne, Rotbuche, Kiefer bzw. Eiche ein und kann nur mit ihrer Hilfe gedeihen. Wo deren Wurzeln nah an der Erdoberfläche verlaufen, ist die Wahrscheinlichkeit besonders groß, reiche Bestände zu entdecken. Sofern das Wetter feucht genug ist. Nach heißen Gewittertagen schießen die Pilze mancherorts förmlich aus dem Boden. Seinen Namen verdankt der Pfifferling seinem würzig-pfeffrigen Geschmack. Er ist kalorienarm und steckt zugleich voller Vitamin D und B2. Das macht den Pilz nicht nur für Vegetarier attraktiv, denn die Vitamine sind wichtig für den Knochen- und Muskelaufbau. Wie alle Pilze, reichert sich zwar auch der Pfifferling leicht mit Schwermetallen wie Kalium oder Blei sowie radioaktiven Stoffen an – doch es bestehlt kein Grund zur Panik. Da die Saison der Wildpilze ohnehin begrenzt ist, darf die empfohlene Menge von einer Portion Waldpilze pro Woche ohne Weiteres auch mal überschritten werden. Nur Kleinkinder und Schwangere streichen Pfifferlinge vorsichtshalber vom Speiseplan.   Zum Verwechseln ähnlich   Wer den Pfifferling eigenhändig sammelt, sollte sich seiner Sache sicher sein. Denn während der Falsche Pfifferling ungefährlich und lediglich geschmacklos ist, ist der Spitzgebuckelte Rauhkopf einer der giftigsten Pilze in Mitteleuropa. Wer lieber zur Markt-Ware greift, für den ist die Farbe ein Frische-Indikator. Die Pilze sollten leuchtend Gelb sein und ohne dunkel gefärbte Hutränder daher kommen. Dann steht dem Pilzgenuss nichts im Weg.

Immer schön kühl bleiben!

13. August 2018
Der Sommer 2018 ist überdurchschnittlich heiß. Das spüren wir im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib. Denn die Schweißproduktion unseres Körpers läuft auf Hochtouren. Was im Job oder beim Einschlafen leicht lästig werden kann, ist für unseren Körper unerlässlich. Denn der Schweiß verhindert, dass unsere Körpertemperatur ansteigt und der Kreislauf bei über 42 Grad zusammenbricht. Doch wie funktioniert eigentlich unser hauseigenes Kühlsystem?   Die Thermo-Regulation beginnt im Kopf   Der Mensch besitzt etwa zwei bis vier Millionen sogenannte Ekkrine Schweißdrüsen. Sie liegen zwischen Haut und Unterhaut und sind über den gesamten Körper verteilt. Besonders hoch ist ihre Konzentration an Fußsohlen, Handinnenflächen und Stirn. Die Drüsen sondern Schweiß ab – ein geruchloses Sekret, das zu 99 Prozent aus Wasser besteht. Bei steigender Umgebungstemperatur und körperlicher Aktivität wird die Schweißabsonderung über das vegetative Nervensystem im Gehirn angeregt. Damit der Schweiß an die Hautoberfläche gelangt, sondern die Schweißdrüsen zunächst Salz ab. Dieses Salz zieht dann die Flüssigkeit nach – und unsere Haut schmeckt salzig. Vor allem beim Sport ist die Abkühlung durch Schweiß unerlässlich – unabhängig von der Umgebungstemperatur. Denn bei der Muskelarbeit wird nur etwa ein Viertel der Energie in Kraft umgewandelt, der Rest wird zu Wärmeenergie, die der Körper dringend loswerden muss.   So wichtig ist der Wasserdampf   Bis zu 14 Liter Schweiß kann ein Erwachsener pro Tag produzieren. Er tritt in Form kleiner Wassertröpfchen aus und verdunstet. Durch physikalische Prozesse wird dabei Wärmeenergie abgegeben und es tritt ein kühlender Effekt ein. Schweiß, der am Körper hinunter perlt, trägt genau genommen nicht zur Abkühlung bei, denn es geht um die sogenannte Verdampfungsenergie bzw. Verdunstungskälte. Die Wärmeabgabe durchs Verdunsten gelingt jedoch nur, wenn der Wasserdampfdruck der Luft geringer ist als an der Hautoberfläche. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann die Luft nur noch schwer zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen und es gelingt uns daher schwerer, einen „kühlen Kopf“ zu behalten. Übrigens: auch durch die Weitung der Blutgefäße in den äußeren Körperschichten kann der Körper überschüssige Wärme abgeben. Ein „roter Kopf“ zum Beispiel beim Sport ist dafür symptomatisch. Für den zentralen Kreislauf im Körperinneren bedeutet das jedoch eine relative Blutarmut – Müdigkeit und Schwindel können langfristig die Folge sein. Also lieber reichlich trinken und die Abkühlung durch Transpiration gerade bei Hitze in Gang halten!

So klappt der Sonnenschutz

25. Juli 2018
Die Sonne ist gesund für Körper, Geist und Seele. Doch zu viel Sonnenstrahlung bringt negative Effekte mit sich – und damit sind nicht nur Trägheit oder heiße Autositze gemeint. Vor allem für die Haut können die sonnenintensiven Monate eine echte Gefahr darstellen. Mit jedem Sonnenbrand verändert sich die DNA unserer Hautzellen. Im Regelfall repariert der Körper diese Schäden oder lässt die betroffenen Partien der Epidermis absterben. Mit dem Pigment Melanin versucht sich der eigene Organismus außerdem, vor der sommerlichen Strahlung zu schützen. Doch sind die Schäden zu groß oder verbrennt eine Hautpartie immer wieder, kann es tatsächlich zur Entstehung von Hautkrebs kommen.   Sonnencreme ist ein Muss   Nicht überall ist die Verwendung von chemischer Hautcreme unumstritten. Doch Fakt ist: Wer die Sommersonne bedenkenlos genießen möchte, muss auf Sonnenschutzmittel zurückgreifen. Dabei gilt: mehr ist mehr. Drei Esslöffel voll dürfen es für einen erwachsenen Körper schon sein, rät das Bundesamt für Verbraucherschutz. Also Schluss mit linsengroßen Mengen! Auch wer schwimmen geht, sollte vorher gründlich eincremen. Denn zum einem erreicht die kurzwellige UVB-Strahlung unsere Haut auch unter Wasser. Zum anderen sorgt die sogenannte Streustrahlung dafür, dass die Haut über Wasser gleich doppelt belastet wird.   Lieber nicht „anbräunen“   Doch nicht jeder, der in die Sonne geht, ist gleich anfällig für Sonnenbrand. Die Ursache dafür liegt in den verschiedenen Hauttypen, die unterschiedlich stark auf die Sonne reagieren. Personen mit hellen Haare und heller Haut sind anfälliger als Menschen mit dunkleren Haaren und dunklerer Haut. Doch ohne zuverlässigen Schutz bekommt nach einer gewissen Zeit jeder einen Sonnenbrand, egal wie dunkel seine Haut ist. Unbedingt sollte auch das „anbräunen“ im Solarium vermieden werden. Denn hier ist die Strahlung besonders schädlich. Studien haben gezeigt: Schon ein einziger Besuch im Solarium kann das Risiko, an einem Melanom zu erkranken, um 20 Prozent erhöhen. Also: Im Sommer fleißig cremen, nicht am Sonnenschutz sparen und der Haut so oft wie möglich eine Ruhepause vor der Sonne gönnen. Denn auch im Schatten macht so ein Sommertag richtig Spaß.

Diagnose: Diaminoxidase-Mangel

10. Juli 2018
Etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einem Mangel am Enzym Diaminoxidase. Doch viele Betroffene wissen nichts davon. Denn die daraus resultierende Histaminunverträglichkeit oder auch Histaminintoleranz wird leider nur selten bzw. spät diagnostiziert. Zu den einschlägigen Symptomen gehören beispielsweise Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Hautausschläge, Herzrasen und Schwindelgefühle.   Was ist Histamin?   Histamin ist ein natürlicher Botenstoff, der vom Körper gebildet wird und im gesamten Organismus zu finden ist. Biologisch gehört der Stoff zu den Aminen, den Abbauprodukten von Eiweißbestandteilen (Aminosäuren). Histamin ist an verschiedenen Abläufen im Körper beteiligt, beispielsweise spielt er eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Wenn ein Körperteil wegen einer Verletzung anschwillt, ist das die Wirkung von Histamin. Auch an der Symptomatik von Juckreiz, Schmerz und vielen allergische Reaktionen ist Histamin aktiv beteiligt.   Exogenes Histamin   Histamin kommt außerdem in vielen Lebensmitteln vor, hierbei handelt es sich um sogenanntes exogenes Histamin. Beispielsweise sind Tomaten reich an dem Stoff, da sie erst reifen müssen, bevor sie verzehrt werden können. Auch Rotwein und harter Käse stecken voller Histamin. Bei Fisch und Fleisch, ist die Frische bezüglich des Histamin-Gehalts entscheidend. Lebensmittel wie Ananas und Schokolade sind sogenannte Histaminliberatoren, sie enthalten zwar nicht viel von dem Stoff, regen aber die Freisetzung von körpereigenem Histamin an. Personen, die am Diaminoxidase-Mangel leiden, besitzen kein Enzym zum Abbau von Histamin. Ohne DiAminOxidase (DAO) kommt es zu einem Überschuss von Histamin im Körper – die oben beschriebenen Symptome sind die Folge. Ursachen solch einer Erkrankung sind meist Magen-Darm-Erkrankungen, die nicht richtig behandelt und bei denen das Antibiotikum zu hoch dosiert wurde. Eine Histaminintoleranz kann sowohl temporär als auch chronisch auftreten. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Ihre Beschwerden machen sich vor allem mit Beginn der Wechseljahre bemerkbar.

Was tun gegen den Schmerz im Kopf?

25. Juni 2018
Jeder kennt sie, fast jeder hat sie schon mal gehabt und für viele Menschen sind Kopfschmerzen sogar alltägliche Begleiter. Sie kommen scheinbar aus dem Nichts und oft wissen Betroffene sich nicht anders zu helfen, als regelmäßig zur Tablette zu greifen. Denn auf der Suche nach schneller Linderung, ist sie scheinbar der einzige Weg, um garantierte Abhilfe zu schaffen. Doch Kopfschmerzen können ganz verschiedene Formen annehmen. Die Art des Kopfschmerzes, seine Intensität und die betroffenen Stellen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Eine einzige Tablette kann dem nicht gerecht werden – zumindest nicht über lange Zeit.   Auslöser und Ursachen   Generell zählen Kopfschmerzen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt und können starke Beeinträchtigungen im Alltag nach sich ziehen. Oft ist der Kopfschmerz die Folge von Erkrankungen und Durchblutungsstörungen sowohl im Gehirn als auch im gesamten Organismus. Mit ca. 80 Prozent stehen Gefäßerkrankungen an der Spitze der Auslöser. Doch auch Verspannungen, psychische Überforderung, Allergien, Infektionen, Erkrankung von Augen und Ohren oder im schlimmsten Fall sogar ein Tumor können Ursachen von Kopfschmerzen sein. Wer dem Schmerz dauerhaft mit Medikamenten entgegenwirkt, ohne seine genaue Ursache zu kennen, kann die Beschwerden sogar verschlimmern, statt sie zu lindern.   Was tun?   Tabletten sind also nicht unbedingt das erste Mittel der Wahl. Vor allem nicht, wenn die Kopfschmerzen regelmäßig auftreten. Eine ärztliche Diagnose ist dann unerlässlich. Als mögliche Behandlungsmethoden kommen anschließend – sofern schwere körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können – zum Beispiel Entspannungstraining, Homöopathische Mittel, Akupunktur und Psychotherapie infrage. Aber auch vorbeugend kann man dem Schmerz im Kopf entgegenwirken. Gerade im Sommer. Dann sollte bei hohen Temperaturen unbedingt auf die Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Überzuckerte und eiskalte Getränke sind bei Hitze jedoch nicht die erste Wahl. Stattdessen greift man zum Beispiel zu lauwarmem Kräutertee. Sie werden überrascht sein: Manchmal hilft schon ein Glas schneller und effizienter als jede Tablette.

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