Wissenswertes rund um

Gesundheit und Wohlbefinden

Kalt duschen ist gesund – stimmt’s?

12. September 2019
Immer wieder hört man, kalt zu duschen sei gesund, es helfe dem Immunsystem und schütze vor Infekten und Erkältungen. Doch wieviel Wahrheit steckt dahinter? Wir verraten es Ihnen in unserer Reihe „Stimmt’s?“.   Augen zu und durch – besonders am Morgen   Nach dem Aufstehen beantworten die meisten Menschen die Frage „Warm oder kalt duschen?“ lieber mit der angenehmen Variante. Dabei ist gerade am Morgen ein Kälteschock besonders hilfreich. Denn frisch aus dem Bett ist der Körper warm und verlangt nach einem ordentlichen Kreislaufschub. Blutgefäße, Haut und Muskeln werden bei der kalten Dusche genauso aktiviert wie der gesamte Organismus. Wichtig ist dabei, dass einem vor dem Duschen warm ist. Ist der Körper unterkühlt, entfällt der positive Effekt einer kalten Dusche, es kann sogar zu Verspannungen und Kreislaufproblemen kommen. In einem solchen Fall sollte man das Duschen mit warmem Wasser beginnen und dann zu kaltem Wasser wechseln. Ohnehin geht mehr um die Temperaturwechsel als darum, möglichst kalt zu duschen.   Training für den Körper   Eine kalte Dusche hat viele positive Auswirkungen. So ziehen sich etwa die Oberflächen von Haut und Haaren zusammen und verlieren so weniger Flüssigkeit – ein simpler und effektiver Trick gegen trockene, spröde Haut und kraftloses Haar. Der Körper und seine Blutgefäße lernen außerdem, sich an die verschiedenen Temperaturen anzupassen und werden trainiert, so wie andere Muskeln im Körper auch trainiert werden. Dieses Training kann dabei helfen, unseren Körper widerstandsfähiger zu machen gegen winterliche Kälte und Infekte. Bekannt ist diese Art des Duschen und Badens auch aus der Kneipp-Therapie.   Kalte Dusche nach dem Sport?   Ein klares Ja! Der ganze Körper ist aufgewärmt, der Kreislauf bereit. Kälte regt außerdem die Fettverbrennung an, denn der Körper benötigt für den Temperaturausgleich Energie und geht hierfür an die Fettreserven. Kalt duschen ist darüber hinaus gut gegen verspannte Muskeln: Kaltes Wasser beschleunigt die Regeneration und beruhigt das Gewebe, kann im Zweifelsfall auch einem Muskelkater vorbeugen. Unser Fazit: Kalt zu duschen ist eine sehr gesunde Routine und nach etwas Überwindung eine effektive und einfache Methode zur Stärkung des eigenen Immunsystems. Wichtig ist, dass es hierbei weniger darum geht, Temperaturrekorde aufzustellen, sondern der Körper einem deutlichen Temperaturwechsel ausgesetzt werden soll. Hierzu reicht es schon, die normale Dusche mit etwa einer Minute unter kaltem Wasser zu beenden.

Nach dem Essen besser nicht schwimmen – stimmt´s?

1. August 2019
Von Kindesbeinen an lernen wir, nach dem Essen lieber eine Stunde zu warten mit dem Schwimmen. Oder waren es doch zwei Stunden? Und ist an dem Rat überhaupt etwas dran? Wir verraten es Ihnen in unserer Rubrik „Stimmt’s?“.   Drohende Magenkrämpfe?   Die Baderegeln der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) belegen eindeutig: Nach dem Essen ist eine Pause von 30 bis 60 Minuten vor dem nächsten Badegang ratsam. Danach dürfen Sie wieder unbesorgt ins Wasser. Mit den viel beschworenen Magenkrämpfen hat das jedoch nichts zu tun. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Beschwerden dieser Art und dem Schwimmen. So wurde es schon Anfang der 60er Jahre von einem amerikanischen Sportarzt belegt. Das Problem liegt woanders: Nach den Mahlzeiten benötigt unser Magen Blut für den Verdauungsprozess.  Da die Muskeln beim Schwimmen und Planschen ebenfalls Sauerstoff verbrauchen, muss unser Herz-Kreislauf-System ganz schön was leisten.   Wie fit sind Sie?   In der Regel hat der Körper genug Power, um alles zu versorgen. Eine kleine Auffälligkeit nach dem Essen können Seitenstiche im Wasser sein, die jedoch nicht gefährlich sind. Schwerer wiegt da schon die bekannte Mattheit. Müde und träge ins Wasser zu gehen, fällt zumindest Erwachsenen nicht gerade leicht. Auch eine gewisse Übelkeit ist nicht ungewöhnlich, wenn es direkt nach dem Essen ins kühle Nass geht. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen kann es jedoch richtig gefährlich werden. Die zusätzliche Belastung durch das Schwimmen kann zu Schwindel, Kreislaufproblemen oder sogar zu einem Kollaps führen. Dieser ist im Wasser unter Umständen lebensbedrohlich. Deshalb heißt es für Menschen mit gesundheitlichen Problemen: lieber länger Pause machen nach den Mahlzeiten.   Der richtige Zeitrahmen   Unser Essen braucht übrigens ca. 30 Minuten, um den Magen zu passieren. Mit dem Zeitrahmen von einer Stunde sind Risikogruppen definitiv auf der sicheren Seite. Für Eilige reicht auch etwas weniger Zeit. Übrigens: Mit komplett leerem Magen schwimmen zu gehen, ist auch nicht unbedingt ratsam. Dabei fehlt dem Körper ggf. Energie, die im Wasser benötigt wird.

3 Gründe warum, Sie in die Berge müssen!

8. Juli 2019
Durchatmen, die Natur spüren und die Schönheit der Landschaft genießen. Urlaub in den Bergen ist nicht nur wunderschön und abwechslungsreich – sondern auch gesund.   1. Wandern   Wandern ist einer der abwechslungsreichsten und schönsten Wege, Sport zu treiben. Nicht nur die allgemeine Fitness und Kraftausdauer wird durchs Wandern gestärkt, auch Herz, Kreislauf und Stoffwechsel profitieren von einer Wanderung. Zudem erleben Sie hautnah die regionale Wildnis. Die Beine und die Rumpfmuskulatur stärken Sie dabei zusätzlich. Dies führt zu einer Entlastung der Knie- und Hüftgelenke, sowie einer Stärkung der gesamten Haltungsmuskulatur. Aber nicht nur der Körper profitiert. Die wunderschöne Aussicht von der Bergspitze ist Balsam für die Seele und reduziert Stress ebenso gut, wie das Wandern an sich. Nicht zu vergessen: das Gefühl am Ende des Tages, wenn man sich ausruhen und die Beine hochlegen kann.   2. Bergluft   Jeder weiß – Bergluft ist gesund. Das Klima in den Bergen ist gut für Menschen mit Atemwegserkrankungen und Allergiker. Die saubere Luft des Gebirges hilft dabei, den Kopf freizukriegen und einfach mal abzuschalten. Vor allem Menschen, die mit einer Pollenallergie zu kämpfen haben, atmen im niedrigen Gebirge leichter. Die Bergluft ist deutlich ärmer an Schadstoffen und weniger belastet mit Allergenen, als die schwere Stadtluft. Menschen, die in den Bergen leben, haben außerdem ein nachweislich geringeres Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. In der Regel ist auch der Kreislauf stabiler. Die Natur und Pflanzenwelt der Berge trägt zusätzlich zur Heilung und Entspannung bei.   3. Ruhe   Wenige Orte eignen sich besser zum Abschalten und Entspannen als der mächtige Gipfel eines Berges – naja vielleicht die Idylle eines Bergsees. Die ruhige Atmosphäre der Berge hilft dabei, Stress zu reduzieren und den Kopf freizubekommen. Ein paar Augenblicke lang die Natur und die Aussicht genießen, hilft dem Körper. Sie tanken neue Energie und gönnen sich einen Kontrast zum hektischen Alltag. Solche Momente bleiben lange in Erinnerung.

Sommerfrüchte deluxe

17. Juni 2019
Bei 30 Grad Sommerhitze sind herzhafte Kalorienbomben eine zusätzliche Belastung für den Körper und daher nicht unbedingt nachgefragt. Was sehr viel besser funktioniert, sind frische Früchte – gerne auch mit Mehrwert! Hier kommen unsere drei Highlights für einen fruchtigen Sommer.   Brombeeren für schöne Haut   Unsere Alternative zur allgegenwärtigen Erdbeere! Das heimische Strauchgewächs schmeckt nicht nur, sondern ist auch ein echter Gesundheits-Booster. Mit ihrer einmaligen Nährstoff-Kombination sorgen die Früchte dafür, dass Bindegewebe und Gefäßwände gestärkt werden – optimal für straffe und gesunde Haut im Sommer. Auch in Sachen perfekte Bräune sind Brombeeren eine tolle Unterstützung. (Achtung: Sonnenschutz nicht vergessen!) Nebenbei regt der bläuliche Farbstoff das Immunsystem an, somit hat auch die Sommergrippe keine Chance.   Wassermelone für die Seele   Für alle, die im Sommer satt werden und dabei auf die Figur achten wollen, ist die Wassermelone eine tolle Wahl. Der Mix aus ca. 95 Prozent Wasser und 5 Prozent gesunden Nährstoffen hat es in sich. Nur rund 24 kcal kommen auf 100 Gramm – der Nährwert ist dafür um so höher. Neben Vitamin B und C hat die Wassermelone noch ein weiteres As im Ärmel: Lycopin. Dieser Nährstoff hemmt Entzündungen und hält die Knochen gesund. Also: Legen Sie sich in die Sonne, tanken Sie Vitamin D und erfrischen Sie sich mit einem Wassermelonen-Snack. Haut und Knochen werden es Ihnen danken. Unser Extra-Tipp: Verwenden Sie die Melonen-Kerne. Diese enthalten zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und jede Menge Eiweiß. Die Kerne erst entfernen und dann trocknen oder rösten. Das Ergebnis: eine leckere Knabberei für den Ausflug zum See.   Weintrauben für den Extra-Kick   Weintrauben sind echte Alleskönner. Der enthaltene Traubenzucker ist der ideale Treibstoff für die grauen Zellen. Die beiden Inhaltsstoffen Resveratrol und OPC (Oligomere Procyanidine) fördern die Durchblutung und beugen so Herz- und Kreislauferkrankungen vor.  Zwar enthalten die Trauben mehr Zucker und Kalorien als beispielsweise die Melone – dafür unterstützen sie mit Ballaststoffen die Verdauung und sorgen mit 81 Prozent Wasseranteil ebenfalls für eine willkommene Abkühlung.

Welche Milch-Alternative ist die beste?

8. Mai 2019
Ob aufgrund tierschutzrechtlicher Bedenken, ökologischer Argumente oder einer Unverträglichkeit – immer mehr Verbraucher greifen im Supermarkt zu pflanzlichen Milchalternativen. Weltweit hat sich der Umsatz mit Pflanzenmilch von 7,4 Milliarden Dollar (2010) auf 16,3 Milliarden Dollar (2018) erhöht. Fakt ist: Obwohl tierische Milch in ihrer Zusammensetzung einzigartig reichhaltig und ausgewogen ist, sind Erwachsene nicht auf ihren Verzehr angewiesen. Auch in Sachen Land- und Wasserverbrauch kann man durch den zumindest teilweisen Verzicht auf tierische Milch einiges bewirken. Doch die ökologisch und ernährungsphysiologisch beste Alternative zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Auswahl an pflanzlichen Ersatzprodukten ist mittlerweile riesig und reicht von Reismilch über Hanfmilch bis zu Lupinenmilch. Die drei gängigsten Vertreter sind jedoch andere– wir haben sie uns mal genauer angeschaut.   Platz 3: Sojamilch   Sojamilch ist die wohl bekannteste Mich-Alternative. Sie ist vielfältig einsetzbar und steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe wie Folsäure und Protein. Viele Sorten sind zusätzlich angereichert. Großes Manko der Sojamilch: Besonders in Südamerika – von dort stammt etwa die Hälfte des weltweit produzierten Sojas – werden großflächig Regenwälder abgeholzt, um Platz für Plantagen zu schaffen. Auch Gen-Technik kommt beim Anbau zum Einsatz. Mit der Wahl von Produkten mit Bio-Siegel und Soja aus Europa sind Verbraucher hier auf der ökologisch besseren Seite.   Platz 2: Mandelmilch   Im Geschmack liegt die Mandelmilch für viele weit vor der Sojamilch. Das nussige Aroma sorgt dafür, dass sich diese Milch-Alternative nicht nur als Beigabe zum Müsli, sondern auch zum Backen wunderbar eignet. Doch auch hier gibt es einen Haken: Der Anbau von Mandeln in trockenen, warmen Regionen der Erde verbraucht viel Wasser und die Transportwege sind lang. Außerdem werden Mandel- und andere Nussdrinks oft mit Zucker angereichert.  Deshalb unbedingt auf möglichst naturbelassene Bio-Produkte zurückgreifen!   Platz 1: Hafermilch   Unser Favorit in Sachen pflanzlicher Milch-Ersatz: die Hafermilch. Sie kann vielseitig eingesetzt werden und schmeckt auch ohne Zucker-Zugabe angenehm süßlich. Dafür sorgt bei der Herstellung die Umwandlung von Getreidestärke in Zucker. Besonders viele Nährstoffe stecken zwar nicht im Produkt, dafür punktet es mit seiner Nachhaltigkeit. Der regionale Anbau in Deutschland und der EU sorgt für kurze Transportwege und einen echten ökologischen Mehrwert.

Frühjahrsputz mit grünem Daumen

5. April 2019
Mit dem Einsetzen des Frühlingssonnenscheins flutet das Glückshormon Dopamin unseren Körper. Die Folge: Wir sind alle endlich wieder richtig wach. Bleibt die Frage: Wohin mit der ganzen Energie wenn die tägliche Routine abgearbeitet ist? Das Netz macht derzeit einige Möglichkeiten populär, mit denen sportliche Aktivität und Umweltbewusstsein verbunden werden können. Das Konzept: Ins Freie gehen, an der Strandfigur arbeiten – und gleichzeitig die Welt ein bisschen besser machen. Wir stellen Ihnen drei dieser Trends vor, die nicht nur sinnvoll, sondern auch ökologisch nachhaltig sind.   Plogging meets Strawkling Beim Plogging (Mischform aus plocka – schwedisch für aufheben – und Jogging) geht es erstmal um ganz normales Joggen. Entscheidender Unterschied: Sie sind mit einer Mülltüte und Handschuhen bewaffnet. Wahlweise können Sie zusätzlich zu einer handlichen Abfallzange greifen. Ziel ist es, beim Joggen den Abfall am Straßenrand, im Wald oder auf dem Trimm-Dich-Pfad einzusammeln und die Tüte so voll wie möglich zu bekommen. Eine besonders selbstlose Variante des Frühjahrssports, die in größeren Gruppen natürlich am meisten Spaß macht.  Dass Plastik und Metall in unseren Gewässern nichts verloren haben, ist klar. Insbesondere Strohhalme und Leichtverpackungen geraten trotzdem tonnenweise in den Wasserkreislauf. Zur Beseitigung des Problems trägt das sogenannte Strawkling bei. Die Wortkombination aus Straw (Strohhalm) und Snorkling (Schnorcheln) beschreibt das Tauchen und gleichzeitige Aufräumen des jeweiligen Gewässers. Zugegeben: Das ist eher eine Variante für Spezialisten an Nord- und Ostsee, Strawkling „light“ können Sie aber auch am heimischen See betreiben. Ein anschließender Plogging-Rundgang am Ufer rundet das nachhaltige Erlebnis ab.   Social-Media-Motivation Der sogenannte #trashtag soll für mehr Rückhalt beim Großreinemachen sorgen. So funktioniert’s: Erstens einen dreckigen Ort finden und ein Foto machen. Zweitens Handschuhe an und den Müll aufsammeln. Drittens noch ein Foto schießen zum Vergleich hinterher – und fertig ist der Social-Media-Beitrag mit grünem Fußabdruck! Das ist Ihnen alles zu neumodisch? Auch mit dem Pflanzen von Blumen oder dem temporären Umstieg vom Auto aufs Rad können Sie natürlich weiterhin etwas für die Umwelt und Ihre Figur tun.

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