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Diagnose: Diaminoxidase-Mangel

10. Juli 2018
Etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einem Mangel am Enzym Diaminoxidase. Doch viele Betroffene wissen nichts davon. Denn die daraus resultierende Histaminunverträglichkeit oder auch Histaminintoleranz wird leider nur selten bzw. spät diagnostiziert. Zu den einschlägigen Symptomen gehören beispielsweise Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Hautausschläge, Herzrasen und Schwindelgefühle.   Was ist Histamin?   Histamin ist ein natürlicher Botenstoff, der vom Körper gebildet wird und im gesamten Organismus zu finden ist. Biologisch gehört der Stoff zu den Aminen, den Abbauprodukten von Eiweißbestandteilen (Aminosäuren). Histamin ist an verschiedenen Abläufen im Körper beteiligt, beispielsweise spielt er eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Wenn ein Körperteil wegen einer Verletzung anschwillt, ist das die Wirkung von Histamin. Auch an der Symptomatik von Juckreiz, Schmerz und vielen allergische Reaktionen ist Histamin aktiv beteiligt.   Exogenes Histamin   Histamin kommt außerdem in vielen Lebensmitteln vor, hierbei handelt es sich um sogenanntes exogenes Histamin. Beispielsweise sind Tomaten reich an dem Stoff, da sie erst reifen müssen, bevor sie verzehrt werden können. Auch Rotwein und harter Käse stecken voller Histamin. Bei Fisch und Fleisch, ist die Frische bezüglich des Histamin-Gehalts entscheidend. Lebensmittel wie Ananas und Schokolade sind sogenannte Histaminliberatoren, sie enthalten zwar nicht viel von dem Stoff, regen aber die Freisetzung von körpereigenem Histamin an. Personen, die am Diaminoxidase-Mangel leiden, besitzen kein Enzym zum Abbau von Histamin. Ohne DiAminOxidase (DAO) kommt es zu einem Überschuss von Histamin im Körper – die oben beschriebenen Symptome sind die Folge. Ursachen solch einer Erkrankung sind meist Magen-Darm-Erkrankungen, die nicht richtig behandelt und bei denen das Antibiotikum zu hoch dosiert wurde. Eine Histaminintoleranz kann sowohl temporär als auch chronisch auftreten. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Ihre Beschwerden machen sich vor allem mit Beginn der Wechseljahre bemerkbar.

Was tun gegen den Schmerz im Kopf?

25. Juni 2018
Jeder kennt sie, fast jeder hat sie schon mal gehabt und für viele Menschen sind Kopfschmerzen sogar alltägliche Begleiter. Sie kommen scheinbar aus dem Nichts und oft wissen Betroffene sich nicht anders zu helfen, als regelmäßig zur Tablette zu greifen. Denn auf der Suche nach schneller Linderung, ist sie scheinbar der einzige Weg, um garantierte Abhilfe zu schaffen. Doch Kopfschmerzen können ganz verschiedene Formen annehmen. Die Art des Kopfschmerzes, seine Intensität und die betroffenen Stellen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Eine einzige Tablette kann dem nicht gerecht werden – zumindest nicht über lange Zeit.   Auslöser und Ursachen   Generell zählen Kopfschmerzen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt und können starke Beeinträchtigungen im Alltag nach sich ziehen. Oft ist der Kopfschmerz die Folge von Erkrankungen und Durchblutungsstörungen sowohl im Gehirn als auch im gesamten Organismus. Mit ca. 80 Prozent stehen Gefäßerkrankungen an der Spitze der Auslöser. Doch auch Verspannungen, psychische Überforderung, Allergien, Infektionen, Erkrankung von Augen und Ohren oder im schlimmsten Fall sogar ein Tumor können Ursachen von Kopfschmerzen sein. Wer dem Schmerz dauerhaft mit Medikamenten entgegenwirkt, ohne seine genaue Ursache zu kennen, kann die Beschwerden sogar verschlimmern, statt sie zu lindern.   Was tun?   Tabletten sind also nicht unbedingt das erste Mittel der Wahl. Vor allem nicht, wenn die Kopfschmerzen regelmäßig auftreten. Eine ärztliche Diagnose ist dann unerlässlich. Als mögliche Behandlungsmethoden kommen anschließend – sofern schwere körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können – zum Beispiel Entspannungstraining, Homöopathische Mittel, Akupunktur und Psychotherapie infrage. Aber auch vorbeugend kann man dem Schmerz im Kopf entgegenwirken. Gerade im Sommer. Dann sollte bei hohen Temperaturen unbedingt auf die Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Überzuckerte und eiskalte Getränke sind bei Hitze jedoch nicht die erste Wahl. Stattdessen greift man zum Beispiel zu lauwarmem Kräutertee. Sie werden überrascht sein: Manchmal hilft schon ein Glas schneller und effizienter als jede Tablette.

Smoothies – die pürierte Gesundheit?

11. Juni 2018
Der Smoothie hat sich etabliert. Er ist ein Modegetränk geworden, dass man inzwischen in allen Supermärkten, beim Bäcker und zum Teil sogar an Imbissbuden kaufen kann. Immer und überall eine kleine Portion Vitamine für unterwegs. Toll, nicht wahr?   A Smoothie a day keeps the doctor away?   Ein Apfel täglich hält uns fit und gesund und sorgt für weniger Besuche beim Arzt, so besagt es das berühmte Sprichwort. Wenn ein Apfel uns gesünder macht, dann kann ein Smoothie mit drei Äpfeln, zwei Orangen, einer Banane und einer Kiwi uns doch sicher erst recht vor jeder Erkältung, jeder Polle, jedem Bakterium schützen. Ehrlich gesagt – jein.   Was drauf ist, muss nicht drin sein   Augen auf beim Smoothie-Kauf, denn Experten kritisieren Missverhältnisse bei der Mischung von Saft und Fruchtfleisch. Zuviel Saft macht den Smoothie für die Hersteller günstiger in der Produktion. Allerdings unterscheidet der „Smoothie“ sich dann kaum noch von einem herkömmlichen Fruchtsaft. In einige Smoothies werden außerdem Zucker und verschiedene Zusatzstoffe gemixt. Und die machen unseren Körper nun wirklich nicht fit.  Tests haben gezeigt: Manche Smoothies bestehen aus bis zu 13 Gramm Zucker pro 100 Milliliter Inhalt. Nur mal so zum Vergleich – bei Cola liegt der Gehalt von Zucker bei 10,6 Gramm. Eine sommerliche Figur ist da für viele nicht mehr drin. Besonders, wenn der Smoothie häufig als Zwischengetränk konsumiert wird.   Obst oder Smoothie?   Dadurch, dass im Smoothie ganze Früchte püriert und dann mit Saft gemischt werden, bekommt das Getränk seine flüssige Konsistenz. Deswegen neigen wir dazu, ihn auch als durstlöschenden Drink zu uns zu nehmen. Aber eigentlich ist der Smoothie eine kleine Mahlzeit. Und das nicht nur, weil er viel Obst enthält, sondern auch aufgrund seiner Kalorienanzahl. Da das Getränk aber kein Volumen hat, tritt kein Sättigungsgefühl ein. Unser Magen möchte nämlich viel Volumen, um sich satt und voll zu fühlen. Das schafft ein ganzer Apfel eher, als zwei pürierte. Hinzu kommt, dass wir einen Apfel auch noch kauen müssen, während der Smoothie einfach so runter geht. Ganz schnell, nebenbei. Aber der Smoothie hat auch sein Gutes: Wenn Obst püriert wird, ist es natürlich immer noch Obst und so ein Smoothie kann Abhilfe leisten, wenn gerade kein Obst zur Hand ist. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass der Smoothie weniger Vitamine bereitstellt und keineswegs die sommerliche Variante zu ganzem Obst darstellt.

Gesund dank Reizklima

28. Mai 2018
Warum in die Ferne schweifen … Die deutsche Küste eignet sich hervorragend, um einen ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen. Rechts die Brandung, links der Strand und über uns der blaue Himmel. Das ist nicht nur perfekt, um einmal die Seele baumeln zu lassen und sich vom Stress des Alltags zu erholen, sondern hilft dem ganzen Körper. Denn am Meer atmen wir die gute Meeresluft. Und die hat es in sich. In der Meeresluft ist maritimes Aerosol enthalten. Das bedeutet, die Luft ist von winzigen kleinen Salzwassertröpfchen durchsetzt. Wenn wir einen tiefen Atemzug nehmen, dann wandern diese mit der Luft durch Nase und Mund bis zu den Schleimhäuten und manchmal sogar bis in die Lungenbläschen. Das reinigt und hilft uns, tiefer einzuatmen, da das Salz den Schleim im Mund- und Rachenraum löst.   Nur die Harten kommen … vom Strand   Ein langer Spaziergang am Wasser härtet außerdem ab. Wenn der kalte Wind einem entgegen pustet, muss der Körper ausreichend Wärme produzieren, um nicht zu frieren. Das stärkt das Immunsystem und macht den Organismus stärker im Kampf gegen Krankheiten. Darüber hinaus verschafft der Wind Linderung bei Erkrankungen wie Neurodermitis. Die frische Brise und Salzwassertröpfchen, die sich auf der Haut ablegen, können die Symptome und Beschwerden bei Hautkrankheiten manchmal sogar monatelang lindern. Und damit nicht genug: auch Pollen werden von der steifen Brise vertrieben. Allergiker können ihren Frühlingstag am Strand mit deutlich weniger Beschwerden genießen als im Park oder auf der Wiese.   Gibt es auch eine Kehrseite?   Eine richtige Kehrseite der Medaille gibt es nicht. Das sogenannte Reizklima tut uns allen gut. Empfindliche Menschen sollten auf das richtige Maß achten. Für sie eignet sich die Fahrt zum Binnenmeer. Die Nordsee hat den höchsten Salzgehalt der deutschen Meere – wem das nicht behagt, der fährt eher zur Ostsee. Aber egal wo, das Meer kann eigentlich nur Gutes tun. Am besten eben, wenn wir spazieren gehen und uns nicht lang und breit unter den Sonnenschirm legen. Hier werden wir zwar braun, aber die Gefahr, einen starken Sonnenbrand zu bekommen, ist deutlich höher als in der Stadt. Das liegt daran, dass der freie Himmel deutlich mehr UVP-Strahlung hereinlässt. Und von der bekommen wir Sonnenbrand. Hinzu kommt der frische Wind, der uns zwar abkühlt, uns aber gleichzeitig nicht die Hitze der Sonnenstrahlen spüren lässt.

Kaffee ist ungesund – stimmt‘s?

14. Mai 2018
Mit dem Kaffee ist das so eine Sache. Ein Großteil der Deutschen trinkt ihn täglich, hat dabei aber nicht unbedingt ein gutes Gefühl. Was ist eigentlich dran an dem Vorurteil, demzufolge Kaffee schlecht für unseren Körper ist? Durch seinen Koffeingehalt wurde das Heißgetränk lange Zeit verteufelt und als ungesund abgestempelt. Aus vielen Studien geht allerdings hervor, dass Kaffee durchaus positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Obst und Gemüse liefern wertvolle Antioxidantien, das ist bekannt – aber Kaffee kann das auch. Und zwar nicht zu knapp. Tatsächlich leiden Kaffeetrinker viel seltener an Depressionen oder Alzheimer. Auch das Risiko, an Diabetes Typ 2 oder Alzheimer zu erkranken, sinkt. Hier und dort wird sogar versprochen, dass Kaffeetrinker im Durchschnitt länger leben, als diejenigen, die das Getränk meiden.   Kaffee macht produktiver   Vor allem als Wachmacher wird Kaffee gern getrunken. Das im Kaffee enthaltene Koffein sorgt dafür, dass unsere Nervenzellen nicht aufhören, zu arbeiten. Es verhindert nämlich die Freisetzung des körpereigenen Botenstoffs Adenosin. Dieser Botenstoff dockt sich an die Nervenzellen an und sorgt dafür, dass diese ihren Energiehaushalt im Gleichgewicht halten. Wer koffeinhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, verhindert diese Ruhepausen der Nervenzellen. Denn dort, wo eigentlich das Adenosin andockt, macht sich jetzt das Koffein breit. Auf diese Weise arbeiten wir weiter, bleiben konzentriert und leistungsstark. Unser Gehirn läuft auf Hochtouren.   Alles in Maßen   Selbst wenn er unsere Leistungsfähigkeit steigert: Bei Kaffee gilt dasselbe wie bei den meisten Dingen im Leben – es kommt auf das richtige Maß an. Drei bis fünf Tassen am Tag, sagen Experten, sind bekömmlich. Alles darüber kann abhängig machen und der Gesundheit sogar schaden.

Rauf aufs E-Bike!

24. April 2018
Im Frühling startet die Zweirad-Saison. Ob für den Weg zur Arbeit oder als Gefährt für den Wochenend-Ausflug im Grünen: Fahrräder sind eine umweltfreundliche Alternative zum Auto und liegen absolut im Trend. Immer mehr Radler verlassen sich dabei nicht nur auf die eigene Muskelkraft, sondern auf zusätzliche elektrische Unterstützung. Das spart Kraft und sorgt auch am Berg für Tempo. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Thema E-Bike zusammengetragen.   Was ist ein Pedelec?   Ist hierzulande vom Elektro-Fahrrad die Rede, meint man in den allermeisten Fällen Fahrräder mit limitierter Tretunterstützung, die sogenannten Pedelecs (Pedal Electric Cycle). Hier unterstützt der Motor nur, wenn tatsächlich in die Pedale getreten wird. Und das auch nur bis zu einer Maximalgeschwindigkeit bis 25 km/h. Im Gegensatz dazu ist ein echtes E-Bike ein Leichtmofa bzw. Kleinkraftrad, das auch ohne Pedal-Unterstützung fährt. Hierfür sind je nach Geschwindigkeit Helm, Führerschein und Versicherung Pflicht. Ein Pedelec hingegen wird rechtlich genau wie ein Fahrrad behandelt. Mehr als 600.000 solcher Fahrräder mit Elektromotor wurden alleine im Jahr 2016 in Deutschland verkauft. Um sie zu laden, genügt eine einfache Steckdose. Falls nicht in der eigenen Garage geparkt werden kann, lässt sich der Akku auch einfach ausbauen und unabhängig vom Fahrrad aufladen. Allerspätestens nach 200 Kilometern ist für die meisten Pedelecs Schluss. Bei schwachem Antritt, Gegenwind oder häufigem Bremsen kann die Unterstützung auch schon nach 50 Kilometern aufgebraucht sein. Dann sollte die nächste Steckdose nicht zu weit entfernt liegen. Lässt ein alter Akku deutlich in seiner Leistung nach, kann man einen neuen ins Rad einbauen.   Mit Volldampf – aber sicher   Insgesamt lassen sich drei verschiedene Antriebstypen unterscheiden. Je nach Modell sitzt der Motor entweder im Vorderrad, am Tretlager oder im Hinterrad. Durchgesetzt hat sich in den qualitativ hochwertigen Pedelecs der Mittelmotor. Hier wird das zusätzliche Gewicht optimal verteilt und ein einzelnes Rad kann nicht so leicht ins Schlingern geraten. In Sachen Sicherheit sollten Fahrer eines Pedelecs vor allem beachten, dass der Bremsweg bei 25 km/h fast doppelt so lang ist, wie bei einem herkömmlichen Rad, das 15 km/h schnell fährt. Auch Autofahrer unterschätzen die Geschwindigkeit eines solchen E-Bikes im Straßenverkehr häufig. Die Devise: lieber defensiv fahren und am besten mit Helm.

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