Wissenswertes rund um

Gesundheit und Wohlbefinden

Was Sie noch nicht wussten über … den Schnee

15. Januar 2019
Was für ein Winter! Im Süden Deutschlands und in der gesamte Alpenregion fiel zu Beginn des Jahres rekordverdächtig viel Schnee. Nach der sommerlichen Heißzeit – ja das ist ein Wort und übrigens auch das Wort des Jahres 2018 – hätten viele nicht mit so einem Wintereinbruch gerechnet. Andererseits: die Extreme sollen ja in jeder Hinsicht zunehmen … Wir wollen uns in unserem Blog allerdings an die eher vergnüglichen Aspekte des Schnees halten. Sie kennen sicher die Binsenweisheit, dass die Inuit 100 Wörter für Schnee verwenden. Ob Sie das tatsächlich tun und wie da genau gezählt wird, ist umstritten. Sicher ist: Diese Zahl knackt bei Weitem nicht den Highscore. Es sind nämlich die Schotten, die mit 421 Wörtern für Schnee ganz vorne liegen. Packen Sie beim nächsten leichten Schneeschauer doch einfach mal den schottischen Fachbegriff „flindrikin“ aus und geben Sie sich als Schnee-Profi zu erkennen.   Doch es gibt noch mehr Fakten, mit denen Sie beim nächsten winterlichen Gespräch punkten können:   Schneefocken sind nicht immer winzig klein und zart. Im Guinness-Buch der Rekorde ist die größte Schneeflocke mit unglaublichen 38 Zentimetern gelistet. Also nicht wundern, wenn Sie beim nächsten Ausflug ins Schneegebiet von leise rieselnden weißen Lenkrädern umgeben sind. Schnee kann unterschiedliche Farben annehmen. Und nein, wir wollen jetzt nicht darauf hinaus, dass man weißen Schnee gelb machen kann. Manchmal schimmert Schnee in unterschiedlichen Rottönen. Grund dafür sind Rotalgen-Partikel oder Saharastaub, an denen sich die Eiskristalle bilden. „Leise rieselt der Schnee“, dieses Volkslied bringt es auf den Punkt. Die Schneeflocken umschließen nämlich auf ihrem Weg von der Wolke bis zum Boden in der Wachstumsphase viel Luft. Die dabei entstehenden Hohlräume schlucken Schall und sorgen für den leise rieselnden Schnee und eine ganz besondere Atmosphäre. Schneeflocken leiden. Wenn Sie sich mit Ihrem Hund unterhalten und ihn verstehen würden, dann könnte er Ihnen wahrscheinlich ein Lied davon singen. Beim Auftreffen auf Wasser statt auf Schnee erzeugt jede Flocke einen fürs menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Ton mit einer Frequenz von 50 bis 200 Kilohertz. Quasi ihren Todesschrei. Sollte Sie jemand nach einem tollen Spitznamen für Schnee fragen, können Sie mit Champagne Powder so richtig Glamour verbreiten. So nennen Amerikaner nämlich den feinen Pulverschnee der Rocky-Mountains. Schneeflocke oder Faultier – wer macht da wohl das Rennen? Richtig ist: die Schneeflocke. Mit Geschwindigkeiten zwischen 0,2 und 2 Metern pro Sekunde hängt auch die gemächlichste Bummel-Flocke noch das flottestes Faultier ab.

Zeit der Entschleunigung

23. Dezember 2018
Wieder ist fast Jahr ein Jahr vergangen und wieder ist sie da, die sogenannte „Zeit zwischen den Jahren“. Die Entstehung der viel rezitierten Redewendung hat ihren Ursprung in einem Kalender-Wirrwarr. Bis ins Jahr 354 feierten Christen die Geburt Jesu und den Beginn des Jahres am 6. Januar. Erst der Gedanke einer leichteren „Heiden-Bekehrung“ ließ den damaligen Papst das Weihnachtsfest auf den damaligen Zeitpunkt der Wintersonnenwende, den 25. Dezember, verlegen. Jahresbeginn blieb in vielen Regionen jedoch der 6. Januar. Es entstand die Zeit „zwischen den Jahren“.   Erst Ende des 16. Jahrhunderts brachte der Gregorianische Kalender nach und nach Einheitlichkeit ins europäische Jahr. 1691 wurde der 1. Januar durch Papst Innozenz XII. als Jahresanfang festgelegt: Silvester war geboren. Bis heute sind die Tage rund um den Jahreswechsel eine ambivalente Zeit, in der zwar häufig nicht gearbeitet wird, der Stress der Weihnachtsfeiertage aber deutliche Spuren hinterlassen hat. Hier kommen drei Tipps, mit denen sie Erholung und Entspannung in den Mittelpunkt stellen können. Aber bitte vermeiden Sie eine To-Do Liste – die hat zwischen den Jahren nichts verloren …   1. Zeit für sich:   Lassen Sie sich Zeit für die Dinge, vor allem für sich selbst. Erlaubt ist, was Sie entspannt und beruhigt. Ein Bad, ein ruhiger Spaziergang allein in der Natur, ein gutes Buch oder ein wohltuender Saunagang. Danach haben Sie mehr Kraft für das neue Jahr.   2. Zeit für andere:   Lassen Sie den Spieltrieb raus! Der Spiele-Markt hält für Familien, Freunde oder ein Treffen mit den Lieblings-Nachbarn jede Menge Geselliges, Lustiges, Spannendes und Unterhaltsames bereit. Unser Tipp: Escape-Games als Desk-Edition. Spannend, packend und kreativ und auch ein bisschen süchtig machend.   3. Zeit fürs Zuhause:   Sie brauchen das Gefühl etwas Nützliches getan zu haben und fühlen sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr rundum wohl? Dann nehmen Sie sich kleine Aufgaben zur Brust: Kleiderschrank ausmisten, die seit Ewigkeiten quietschende Tür ölen oder dem Sideboard einen neuen Anstrich verleihen. Wichtig: nicht zu viel vornehmen, sondern alles ganz entspannt angehen.

Backen mit Vollkorn

17. Dezember 2018
Im Dezember hat die Weihnachtsbäckerei ihre Pforten weit geöffnet. Was für die Kleinen ohnehin ein tolles Küchen-Abenteuer ist, bleibt auch für viele Erwachsene eine geliebte Tradition, bei der köstliche Plätzchen und andere Leckereien entstehen. Dabei rückt das Thema gesunde Ernährung gerne mal in den Hintergrund – aber muss das zwangsläufig sein?   Vollkorn-Kraft voraus   Man sagt ja, dass die inneren Werte zählen. Beim Getreide ist das jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn viele Vitamine und Mineralstoffe verstecken sich in der Schale und im Keimling des Korns. Für die Herstellung von Weißmehl werden diese Bestandteile vor dem Mahlen entfernt. Was verarbeitet wird, ist lediglich der stärke- und eiweißhaltige Mehlkörper. Doch warum beim Backen auf die wertvollen Bestandteile verzichten? Denn auch wenn es in der Weihnachtsbäckerei oft süß zugeht, darf man seinem Körper etwas Gutes tun. Das von Natur aus dunklere Mehl enthält bis zu dreimal mehr Ballaststoffe als Weizenmehl, so dass Vollkornplätzchen – anders als ihre hellen Verwandten – durchaus eine natürliche Appetitbremse mitbringen. Profitieren können aber auch die Muskeln, da Natriumgehalt und Kaliumanteil deutlich höher sind als beim hellen Mehl. Gebäck aus Vollkornmehl ist somit deutlich gesünder und auch aromatischer; die leicht nussige Note passt außerdem ideal zu diversen Weihnachts-Rezepten.   Praxis-Tipps   Bei der Verarbeitung sollten Sie einige Besonderheiten beachten: Vollkornmehl quillt stärker auf. Das heißt beim Backen von Rühr- oder Hefeteig müssen Sie deutlich mehr Flüssigkeit hinzufügen. Unser Tipp: ungefähr 10 bis 20 Prozent mehr Wasser, Milch & Co. verwenden. Beim Kneten des Teiges wird die zusätzliche Flüssigkeit je nach Bedarf nach und nach beigefügt. Damit die Kekse schön locker geraten, sollten Sie außerdem etwas mehr Backpulver oder Hefe als normal verwenden. Übrigens: Die Reduzierung von Raffinade Zucker kann Plätzchen ebenfalls aufwerten, ohne dass Geschmack und Weihnachts-Feeling verloren gehen.

Der Antrag auf Pflegehilfsmittel – Diese rechtlichen Grundlagen sind zu beachten!

23. November 2018
Viele Pflegebedürftige besitzen einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Dieser ist ohne ärztliche Bescheinigung möglich. Dennoch muss einiges beachtet werden, damit die Pflegekasse einer Kostenübernahme zustimmt. Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. klärt auf seinem kostenlosen Ratgeberportal auf. – Isabel Frankenberg   Wie schon erwähnt, bedarf es keiner ärztlichen Bescheinigung, um bestimmte Pflegehilfsmittel erhalten zu können. Dennoch müssen einige Voraussetzungen gegeben sein. So muss dem Bedürftigen ein Pflegegrad zugesprochen worden sein. Ferner muss die Pflege von Zuhause aus stattfinden, wobei diese durch Freunde, Verwandte oder Bekannte zu erfolgen hat. Die rechtlichen Grundlagen dazu lassen sich im § 40 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI) wiederfinden. Dieser definiert auch dann einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel, wenn die Betreuung in einer WG oder einem betreuten Wohnen erfolgt.   Die Zuschüsse, welche durch die Pflegekasse gezahlt werden, dürfen 40 Euro monatlich nicht überschreiten. Diese Regelung gilt seit Januar 2015, als das sogenannte „Pflegestärkungsgesetz“ in Kraft trat. Eine Vielzahl an Produkten fällt unter die Kategorie „Pflegehilfsmittel“. Um welche es sich genau handelt, lässt sich aus einem Pflegehilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen ablesen. Grundsätzlich werden diese jedoch in zwei verschiedene Arten unterteilt – zum einen die technischen Pflegehilfsmittel, wie Toilettenaufsätze oder Transferhilfen, zum anderen die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel. Bei Letzterem handelt es sich um Produkte, wie Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel, also jene, die aus hygienischen Gründen nur einmal verwendet werden sollen.   Im Pflegehilfsmittelverzeichnis werden die Produkte noch einmal in verschiedene Produktgruppen (PG) unterteilt und sind meist in den Gruppen 50 bis 54 zu finden. Hierzu zählen: Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege (Lifter, Transferhilfen usw.): PG 50 zur Körperpflege/Hygiene (z. B. Duschsitz, Toilettenaufsatz, Badewannenbrett): PG 51 zur Mobilität, selbstständigeren Lebensführung (Rollator, Hausnotruf): PG 52 zur Linderung von Beschwerden: PG 53 zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (Einmalhandschuhe, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel): PG 54 Die technischen Pflegehilfsmittel werden meist von der Pflegekasse auf Leihbasis an die Betroffenen übergeben, während die zum Verbrauch bestimmten Produkte als monatliche Zahlung übernommen werden.   Wer einen Antrag auf Pflegehilfsmittel stelle möchte, muss dies bei der zuständigen Pflegekasse vornehmen. Diese überprüft daraufhin, ob die Ansprüche geltend gemacht werden können. Ziel hierbei soll es sein, dem Pflegebedürftigen den Alltag zu erleichtern und zur Selbstständigkeit beizutragen.   Der Antrag ist meist Online und als Vordruck auf den Seiten der Kranken- und Pflegekassen sowie der jeweiligen Hilfsmittel-Anbieter zu finden. Andernfalls kann eine Zusendung des Antrags zunächst formlos und telefonisch gestellt werden. Wird der Antrag genehmigt, muss sich der Betroffene darüber informieren, welche Pflegehilfsmittel dringen benötigt werden, um die monatliche Pauschale von 40 Euro nicht zu überschreiten. Das lässt sich bspw. aus einem Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) ablesen. Die Zahlungen können dann von der Pflegekasse sowohl als Überweisung am Monatsanfang als auch rückwirkend nach Einreichen der Quittung getätigt werden. Grundsätzlich können nur gesetzliche Versicherte die Pflegehilfsmittel vorab beantragen. Privat Versicherte erhalten hingegen eine Rechnung, die bei der Pflegekasse eingereicht werden muss.   Eine Kostenübernahme besteht aus unterschiedlichen Teilen, weshalb diese im Antrag gesondert eingereicht werden müssen. Hierbei handelt es sich konkret um die Anlagen 4 und 2. Anlage

Basteln gegen das Vergessen

2. November 2018
Geistige Fitness ist einer der Grundpfeiler für ein erfülltes Leben im Alter. Übungen fürs Köpfchen sind die optimale Möglichkeit, um graue Zellen frisch zu halten und den geistigen Alterungsprozess zu verlangsamen.  Dabei kann man zwischen zwei Arten des Trainings unterscheiden: Gedächtnistraining und Gehirntraining.   Das Gedächtnistraining konzentriert sich vor allem auf die Fähigkeit, sich Dinge schneller und länger zu merken. Das Laufdiktat ist vielen sicher noch aus der Grundschule bekannt. Generell gilt: je früher und häufiger unser Gehirn mit abwechslungsreichen Aktivitäten angeregt wird, desto besser. Im Gegensatz zum Gedächtnistraining zielt das Gehirntraining auf die Anregung ganz verschiedener Hirnareale ab. Mit den passenden Übungen verbessert sich die Plastizität des Gehirns – also die biologische, chemische und funktionelle Anpassungsfähigkeit der Synapsen. Übertragen auf den Alltag bedeutet das unter anderem:  Wir können uns – selbst im hohen Alter – neuen Situationen stressfrei, flexibel und schnell anpassen.   Basteln als motorische Übung   Ideale Übungen im Rahmen des Gehirntrainings regen zum einen die Kreativität an. Empfehlenswert ist dies vor allem für Personen, die einen routinierten Arbeitsalltag mit  wiederkehrenden Denkprozessen haben. Zum anderen empfiehlt es sich, den Tastsinn zu fördern und zu fordern. Denn mit steigendem Alter nimmt das Feingefühl in Händen und Fingern an Genauigkeit ab.   Optimal vereint werden beide Aspekte beim Basteln oder Handwerken. Ob Origami-Techniken, Modellbau oder Deko-Accessoires für die Wohnung – die kreative Gehirnhälfte wird trainiert, die neuronale Plastizität wird gefördert und Sie können sich gleichzeitig entspannen und etwas Schönes kreieren. Nicht nur zur Weihnachtszeit eine echte Win-win-Situation. Unser Vorschlag: Gestalten Sie doch in diesem Jahr ihren Adventskalender einfach mal selbst. Egal ob für die Liebste oder den Liebsten, die Kinder oder Ihre Enkelkinder – das Ergebnis ist vier Wochen lang eine echte Freude und das vielleicht erfolgreichste Geschenk 2018. Gehirntraining gibt es inklusive.

Ich hab’ Rücken!

30. Oktober 2018
Schon Horst Schlämmer aka Hape Kerkeling beklagte sich in seinen Sketchen am laufenden Band über seinen schmerzenden Rücken. Das Symptom ist in den letzten Jahrzehnten zu einer echten Volkskrankheit mutiert. Warum fast jeder über sie klagt und was man gegen Rückenschmerzen tun kann – wir haben uns für Sie auf die Suche nach Antworten gemacht.   Rückenschmerz – von akut bis chronisch   Rücken ist nicht gleich Rücken. Der Schmerz kann nicht nur unterschiedliche Ursachen haben, sondern sich auch in verschiedenen Ausprägungen verfestigen. In der Regel wird zwischen akutem (dauert weniger als 6 Wochen), subakutem (6 bis 12 Wochen) und chronischem (über 12 Wochen) Rückenschmerz unterschieden. Zudem können unterschiedliche Bereiche des Rückens betroffen sein. Am häufigsten sitzt der Schmerz im unteren Rücken, da die Muskeln hier besonders stark beansprucht werden und die hohe Belastung oft zu Muskelverspannungen oder sogar Bandscheibenvorfällen führt. Äußerst belastend ist jedoch auch der Schmerz im oberen Rücken bzw. im Nacken-Bereich, da dieser mitunter sogar in den Kopf oder die Arme ausstrahlen kann.   Wenig Sport und falsche Haltung   Die Ursache für Rückenschmerzen ist oftmals eine Kombination aus körperlichen Dysbalancen (d.h. Muskelverkürzungen oder Muskelabschwächungen durch falsche Haltung) und psychischen Ursachen, zum Beispiel Stress. In der Regel sind vor allem Bewegungsmangel und die Fehlhaltung am Arbeitsplatz die Quelle für verspannte und verhärtete Muskeln. Diese wiederum können den Rückenschmerz fördern und in besonders harten Fällen sogar zu echten chronischen Rückenkrankheiten führen. Es wird also höchste Zeit, aktiv etwas für den Rücken zu tun.   Bewegung gegen die Schmerzen   Keine Angst. Sie haben gute Chancen, die muskulären Rückenschmerzen los zu werden – aber dafür müssen sie sich bewegen. Regelmäßiger Sport stärkt die Rückenmuskulatur und baut zugleich Stress ab. Empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Fahrradfahren, Walken oder Schwimmen. Dauert der Schmerz bereits lange an, ist es empfehlenswert, zur Physiotherapie zu gehen und die Muskeln dort schonend wieder in Gang setzen zu lassen. In jedem Fall sollten Sie sich vom Arzt durchchecken lassen. Zur Vorbeugung eignet sich auch der Besuch einer Rückenschule. Dort lernen Sie, alltägliche Verhaltensweisen rückenschonend durchzuführen.

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