Iso-Getränke sind gut für Sportler … stimmt’s?

By ambulant-eifel 7 Monaten ago
Iso Getränke Ambulant Eifel

Isotonische Sportgetränke sollen dem Körper zu neuer Power verhelfen. Aber wie funktioniert das eigentlich und gibt es auch Nachteile?

Laut Lehrbuch entspricht das Verhältnis von Flüssigkeit und Mineralstoffen bei Iso-Getränken dem Verhältnis unseres Blutes. Deshalb fällt es dem Körper besonders leicht, diese Nährstoffe in den Blutkreislauf aufzunehmen. Entscheidend ist auch, wie osmotisch ein Getränk ist. Osmotische Stoffe, sind wasserziehend und regen, vereinfacht gesagt, den Austausch von Nährstoffen zwischen Blut und Zellen an.  Wichtige osmotische (Mineral-)Stoffe sind Natrium, Glucose oder Saccharose. Je mehr davon in einem Getränk enthalten ist, desto erfrischender und belebender ist es.

 

Ein gallischer Zaubertrank …

 

… sind isotonische Getränke leider nicht. Dennoch können sie die Leistungs- und Ausdauerfähigkeit ausdehnen. Wichtiger Faktor für die „Leistungsstreckung“, ist vor allem Natrium. Es verbessert die Fähigkeit des Körpers, die erforderliche Menge an Flüssigkeit schnell aufzunehmen und die Nährstoffe zu absorbieren. Bei sportlicher Betätigung zwischen einer und anderthalb Stunden sollte man laut Deutscher Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention idealerweise 200 bis 400 ml zu sich nehmen.

 

Und was ist mit Bier?

 

Wenn Bier, dann alkoholfrei. Im Vergleich zu den Iso-Getränken im Supermarktregal hat Bier allerdings weniger Natrium zu bieten. Kleiner Tipp: Greifen Sie am besten zu einem erfrischenden Pils mit wenig Kohlensäure. Das Sprudeln verhindert nämlich die schnelle Aufnahme von  Mineralstoffen und Kohlenhydraten. Benötigen Sie Stärkung beispielsweise nach einem Marathon, ist auch ein Weißbier in Ordnung. Dies kann nämlich mit einer höheren Kalorienzahl – also mehr Energie – punkten.

 

Isotonische Getränke: Fazit

 

Die beste Wahl ist und bleibt: Wasser. Vor allem für Hobbysportler. Hochkonzentrierte isotonische Getränke enthalten oft viele Kalorien bzw. extrem viel Zucker, Koffein oder Taurin und können bei unregelmäßiger, leichter Bewegung mehr schaden als boosten. Wer sportlich moderat aktiv ist, sollte einfach zu Wasser greifen und wahlweise eine Prise Salz oder Saft hinzufügen. Optional sind natürlich auch Vitamin- und Natrium-Tabletten eine Möglichkeit, das „langweilige“ Wasser aufzupeppen. Bestes Rezept ist und bleibt: die herkömmliche Apfelschorle (im Mischverhältnis 1:1) mit einer Prise Salz.

Für Freizeitsportler, die mehrmals wöchentlich intensiv trainieren, stellen Iso-Getränke jedoch eine empfehlenswerte Trainingshilfe dar. Werfen Sie bei der Auswahl einen Blick auf die Zutaten und wählen Sie nach Ihren persönlichen Bedürfnissen aus. Von Bier oder Radler mit Alkohol generell lieber Abstand nehmen – zumindest beim Sport.

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  Ernährung