Einfach besser grillen!

Grillen

Sein Essen, umgeben von guten Freunden, unter freiem Himmel zuzubereiten, hat fast etwas Archaisches und liegt vielleicht gerade deshalb absolut im Trend. Wenn der Duft von Gegrilltem durch die Luft zieht und das erste Radler geöffnet wird, steht außerdem fest: Es ist Sommer! Und wer möchte das nicht gerne zelebrieren. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die aus einem Grillabend nicht nur ein geselliges, sondern auch ein gesundes und nachhaltiges Vergnügen machen. Für ein gutes Gefühl und noch mehr Geschmack haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

 

Augen auf in Sachen Kohle

 

Häufig wird zum Grillen Holzkohle verwendet, für die im Ausland Wälder abgeholzt wurden. Besser ist es, zu heimischen Produkten zu greifen und / oder z.B. auf das FSC-Siegel zu achten, das auf nachhaltigen Waldanbau verweist. Grillkohle mit Braunkohle-Anteil ist ebenfalls aus ökologischer Sicht nicht empfehlenswert. Das DIN-Prüfzeichen verrät, ob die verwendete Kohle tatsächlich frei von Schadstoffen ist.

 

Krebserregend? Nein danke!

 

Schwarz ist gut für echte Kerle? Viel Qualm, viel Genuss? Alles Vorurteile, mit denen es aufzuräumen gilt. Fett, das in die Glut tropft, sorgt dafür, dass mit dem Dampf gesundheitsschädliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe auf das Essen gelangen. Zu dunkel gewordenes Grillgut weist darüber hinaus auf heterozyklische aromatische Amine hin, die ebenfalls in Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Also lieber solide bleiben und auf Kokel-Experimente verzichten.

 

Müll & Alu vermeiden

 

Um austretenden Bratensaft zu verhindern, sind Aluschalen nicht unbedingt das erste Mittel der Wahl. Auch sie sind gesundheitlich bedenklich und belasten die Umwelt. Stattdessen gibt es Alternativen wie dünne Steinplatten oder große Pflanzenblätter (z.B. Kohl, Mangold, Rhabarber …). Ohnehin gilt es, beim Grillen so wenig Einweg-Müll wie möglich zu produzieren. Mehrweg- ist besser als Wegwerf-Grill, Grillanzünder aus natürlichen Materialien sind besser als chemische Grillanzünder.

 

Gutes Fleisch ist Trumpf!

 

An der Fleischtheke ein Billig-Schnäppchen geschlagen? Darunter leidet nicht zuletzt der gute Geschmack. Viel aromatischer und mit einem besseren Gewissen lässt sich Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, im Idealfall vom regionalen Landwirt, genießen. Lokale Erzeuger nutzen heute immer mehr die Möglichkeit zum Direkt-Vertrieb und liefern nicht nur Grillfleisch von hervorragender Qualität, …

 

Frische Gemüse-Ideen

 

… sondern häufig auch Gemüse vom eigenen Acker. Damit – aber natürlich auch mit dem Sortiment aus dem Supermarkt – lassen sich zum Beispiel leckere Spieße zaubern. Das vegane und vegetarische Alternativ-Programm zu Wurst, Kotelett und Nackensteak wächst außerdem von Tag zu Tag. So abwechslungsreich wie heute war Veggie-Grillen definitiv noch nie.